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Konzerte 2012

Line-up Bundesjazzwerkstatt 2012:  Alexandra Lehmler, Altsax (Mannheim) /  Benny Brown, Trompete (Hamburg) / Bruno Böhmer Camacho,  Piano (Dresden) / Geoff Goodman, Gitarre (München) / Oliver Lutz, Bass (Köln) / Simon Camatta, Schlagzeug (Ruhr)

Bundesjazzwerkstatt 2011 on Tour:
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16.10.2012 / KÖLN / Klaeng Festival
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24.10.2012 / LADENBURG / Enjoy Jazz Festival, Glashaus in Kooperation mit Sinnbild
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26.10.2012 / DORTMUND / Jazztage Dortmund, domicil
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27.10.2012 / HAMBURG / ÜBERJAZZ, Kampnagel
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7.11.2012 / DRESDEN/ Jazztage Dresden, Societaetstheater
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8.11.2012 / MÜNCHEN / Jazzfest München, BLACK box im Gasteig
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Die bundesjazzwerkstatt 2012 ist eine Kooperation zwischen: Jazzbüro Hamburg & Jazzhaus Hamburg   / Enjoy Jazz Festival, Mannheim  / Jazztage Dortmund, domicil  / Jazztage Dresden / Klaeng Kollektiv, Köln  / Jazzfest München & JIM (Jazzmusiker-Initiative-München  e.V.) / jazzwerkuhr (Initiator & Koordinator)

Oliver Lutz — Köln

bass

Oliver Lutz, Jahrgang 1986, geboren in Hanau, studierte E- und Kontrabass bis 2009 an der Musikhochschule Mannheim und später an der Musikhochschule Köln um dort sein Studium im Herbst 2011 mit Auszeichnung abzuschließen.
Er spielte in der European Masterclass Big Band unter Leitung von Peter Herbolzheimer, gewann mit der Band „Besaxung“ den Bundespreis „Jugend Jazzt“, mit dem „Off-Shore Quintett“ den Convento-Jazzpreis 2011 und war Mitglied der Förderpreisband des “Generations Jazzfestival, Frauenfeld”, welche 2009 auf Schweiztournee ging. Zudem ist er seit 2010 Stipendiat des Vereins “Yehudi Menuhin – Live Music Now“.
Neben Engagements am Nationaltheater Mannheim und bei den Ettlinger Schlossfestspielen brachte ihn seine Arbeit als freischaffender Bassist nach Frankreich, Italien, Rumänien, Schottland, die Niederlande, Luxemburg und in die Schweiz, sowie zu verschiedenen Jazzfestivals wie „Enjoy Jazz“, „B Jazz“ Burghausen, den „Leverkusener Jazztagen“, „All That Jazz Festival Texel“ und der „European Jazz Expo“ in Cagliari, Sardinien.

www.oliver-lutz.com

Alexandra Lehmler — Mannheim

Soprano, alto, baritone saxophone

©  F. Schindelbeck

Ihre Musik hat alle Attribute, die man gern dem „männlichen“ Jazz zuschreibt: Souverän im Vortrag, komplex, dabei aber nicht unnötig verkompliziert. Mit deutlich spürbaren Wurzeln, dabei aber voll eigenen Ausdrucks. Kurz, aus dem Bauch kommende, gewachsene Musik, der man trotzdem Kopfeinsatz und Überlegung anmerkt. Der Titel des Albums, „No Blah Blah“ (erschienen 2012 beim renommierten Mannheimer Label JAZZ‘n‘ARTS von Thomas Siffling und gefördert von der „Initiative Musik“), ist Programm. Gehaltvoll und spannend sind die Kompositionen, reizvoll ist das ganze Konzept dieser CD. Musikalisch nimmt Alexandra Lehmler kein Blatt vor den Mund, außer, versteht sich, dem ihres Saxophons. Die alten Meister des Jazz hat sie hörbar intensiv studiert; immer wieder tauchen Einflüsse verschiedener Jazzepochen in ihrem Spiel auf, verinnerlichte Melodielinien und lyrische Themen – und sehr viel eigene Kontur. Lehmlers „vibrierender Ton auf dem vorwiegend in hellen Lagen geblasenen Saxophon, die geschmeidigen Linien und die liedhafte Melodieführung“, fasste Klaus Mümpfer dies im Jazz Podium in Worte, seien „unverkennbar“. Und der Mannheimer Morgen jubelt:„Wunderbar leichthändig inszeniert sie ihre Musik.“  Die 1979 in Bad Ems an der Lahn geborene Alexandra Lehmler wäre sicherlich auch eine ausgezeichnete Pianistin geworden, wenn nicht der Opa das Klavier zu Brennholz zerhackt hätte.  Also musste sie sich für ein anderes Instrument entscheiden und entflammte als achtjähriges Mädchen für das Saxofon. Nach fünf Jahren von den Eltern verordnetem Klarinettenunterricht durfte sie dann mit 13 Jahren endlich mit ihrem Lieblingsinstrument beginnen und erlernte neben Alt- und Sopransaxophon auch die Bassklarinette. Folgend nahm sie sämtliche Stationen einer verheißungsvollen Musikerkarriere mit: sie spielte im Bundesjazzorchester unter Leitung von Peter Herbolzheimer und unter anderem mit Maria Schneider, David Liebman, Jürgen Friedrich, Peter Weniger und Bobby Shew. Nach Abschluss ihrer Studien an der Musikhochschule Mannheim vertiefte sie ihr Können bei Bernd Konrad in Stuttgart und am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris.  2004 fand Alexandra Lehmler in Daniel Prandl (p), Matthias Debus (bs) und Max Mahlert (dr) ihre langjährigen musikalischen Gefährten, die sie konsequent auf dem Weg eines strictly European and World Jazz begleiten. Mit dem aus Kolumbien stammenden Perkussionisten Farouk Gomati wuchs die Formation kurze Zeit später zum Quintett und erweiterte die weltmusikalische Komponente entscheidend.
Die Jahre kontinuierlicher Arbeit haben Alexandra Lehmlers Band zusammengeschweißt – bei No Blah Blah, handelt es sich bereits um das dritte gemeinsame Album. Auch personell wuchs das ursprüngliche Quintett in dieser Zeit zum Septett, wobei diesmal als Gäste zusätzlich Frank Möbus an der Gitarre und Michael Flury an der Posaune mitwirken. Sie und Bassist Matthias Debus – ihr Begleiter in der Band wie im Leben und Vater der beiden gemeinsamen Kinder – stehen dabei im Mittelpunkt und haben sich zudem das Komponieren geteilt. Als Bandchefin legt Alexandra Lehmler Wert auf einen Sound, bei dem „die Farbe des Klangs“, wie Rainer Köhl in der Rhein- Neckar-Zeitung sehr richtig erkennt, „eine besondere Rolle spielt“. Der Tuschkasten, den sie dabei einsetzt, war schon immer mit kräftigen Farben bestückt, die in ihrer Kombination offenbar höchst ansprechend wirken: Über das Vorgänger-Album „Die Welt von unten gesehen“ (2009) schrieb seinerzeit die Musikwoche:  „Nie nervig, nie aufdringlich, stets unterhaltsam und abwechslungsreich ist dieses Album.“ Was die Musikerin und ihre Band auch auf No Blah Blah wieder an Musik bietet, ist ein aufregendes, temperamentvolles Kondensat aus klassischen Jazzelementen mit erfrischenden Einflüssen vom Balkan und aus Lateinamerika. Auch Weltmusik fließt in Lehmlers Jazz ganz selbstverständlich ein, tritt gelegentlich sogar in den Vordergrund.
Damit macht Alexandra Lehmler verkantet-schrägen Jazz für die Allgemeinheit salonfähig.
So temperamentvoll, wie verspielt.

www.alexandralehmler.de

Geoff Goodman — München

guitar, banjo, mandocello, composition

Geoff Goodman : Geb. 1956 in New York City. Seine musikalische Ausbildung absolvierte Goodman an der Boston University und der University of Massachusetts.
Zu seinen Jazz-Lehrern gehörten u.a. John Abercrombie, Archie Shepp, Vishnu Wood (Jazz), David Reck (Ethnomusicolgy). 1979 Reise durch Europa zusammen mit Chris Hirson und daran anschließend Umzug nach Deutschland. Seit 1986 lebt Goodman in München. Sein musikalischer Werdegang wurde geprägt von der Zusammenarbeit mit Chris Hirson, Charlie Mariano, Mal Waldron, Tony Lakatos, Nicolas Simion, Ed Schuller, Larry Porter, Allan Praskin, Bill Elgart, Marty Cook, Jörn Pfenning, Rudi Mahall, Thomas Zoller, und der Gruppe Embryo.  Neben dem Aufbau seiner Jazz- und World Music- Formationen – “Geoff Goodman Quintet“,“Rosebud“, “Tabla and Strings“, “Curiosities of Nature“, sowie “Hirson- Goodman Duo“ – zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (u. a. in Leningrad, Istanbul, Warschau, Straßbourg,) sowie Tourneen in Frankreich, Holland, Polen, Russland, Türkei, Schweiz und Tunesien. Zahlreiche Auftritte in Rundfunk und Fernsehen sowie in den renommierten Jazzclubs Europas. Veröffentlichung von 15 CDs als Bandleader und Komponist. Seit 1990 Unterrichtstätigkeit als Dozent für Gitarre, Theorie und Ensembleleitung am Jazz Projekt des Freien Musikzentrums München.  Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt München 2011 an Geoff Goodman  „… mit unverwechselbarer Handschrift, entlockt Goodman seinem Instrument die ganze Welt der Töne … irgendwo zwischen New- u. Modern Jazz und Free Improvisation … überrascht immer wieder mit Kontrasten, ironischen Anspielungen und witzigen Details … dominiert von persönlicher
Originalität, die aus purer emotionaler Kraft stammt … Down to earth in oft raffinierten rhythmischen Gefügen und in der angenehmen Höhe eine zeitgenössischen Jazzauffassung …“ Süddeutsche Zeitung

www.geoffgoodman.com

Simon Camatta — Ruhr

Schlagzeug

Simon Camatta wurde 1976 in Essen geboren. Mit 11 Jahren bekam er sein erstes Schlagzeug zu Weihnachten. Er studierte Jazz an der Folkwang Hochschule Essen. Seit 20 Jahren spielt er in den unterschiedlichsten Bereichen in den halben Welt. Zur Zeit mit The Dorf, You Are So Me, Yellow Snow Crystals und Pol sowie in diversen Improvisationsprojekten. Obendrein ist er auch Solo unterwegs.

http://simoncamatta.de

Benny Brown — Hamburg

Trompete

Benny Brown wurde am 01. Mai 1983 in Münster geboren. Benny Brown studierte Trompete an der HfMT Hamburg bei Ingolf Burkhardt (Jazz), Lennart Axelsson (lead) und Eckhard Schmidt (Klassik). Er spielte unater anderem mit der NDR Big Band, Bujazzo, Peter Herbolzheimer, Ed Partyka Jazz Orchestra, Jazzorchester Regensburg, Sunday Night Orchestra, Staatsoper Hannover, Schleswig Holstein Festival Orchester, Wolf Kerschek, Joe Gallardo, Nils Landgren, Stefan Schultze Large Ensemble und vielen mehr. Seit 2011 hat er seine eigene Band, die “Benny Brown Band”.

www.bennybrown.de

Bruno Böhmer Camacho — Dresden

piano


©_Mirko Joerg Kellner

Seine künstlerische Vita ist ebenso erstaunlich wie seine Herkunft. Bruno Böhmer Camacho stammt aus einer deutsch-kolumbianischen Familie und wuchs in Barranquilla auf, einer Millionenstadt an der kolumbianischen Karibikküste. Sein Großvater mütterlicherseits war Ángel María Camacho y Cano, ein weit über Kolumbien hinaus bekannter Musiker, Komponist und Förderer der karibischen Musik. Von seiner Mutter Lyra Mercedes Camacho, selbst eine Konzertpianistin, lernte Bruno schon früh Klavier spielen. Von dem deutschen Pianisten Gunter Renz wurde er in Harmonielehre, Komposition und Arrangement unterrichtet, sodass er bereits mit neun Jahren gemeinsam mit Mitschülern das Jazz-Ensemble Latin Sampling gründete, dem Bruno als Leader vorstand. Auf diversen Jazzfestivals in Südamerika wie Fesujazz, Sierra Mar y Jazz und dem international renommierten Barranquijazz avancierten Latin Sampling zu jugendlichen Jazzgrößen.

Durch seinen deutschen Vater hatte Bruno immer eine intensive Beziehung zu Deutschland, die sich festigte, als er mit 16 Jahren den ersten Preis beim Nachwuchswettbewerb „Jugend jazzt“ in Bonn gewann. Ein Jahr später begann er, ausgestattet mit einem Stipendium, sein Studium an der renommierten Folkwangschule in Essen und zählte Peter Herborn, Thomas Hufschmidt und Peter Walter zu seinen Lehrern. Im Mai 2006 wurde er mit dem Folkwang-Preis als bester Jazz-Student der Universität ausgezeichnet und 2008 erhielt er mit seinem Trio den Preis für das Beste Ensemble. Im Anschluss erhielt er ein Stipendiat für die angesehene Berklee School of Music in Boston, wo er eineinhalb Jahre Komposition und Musikmanagement studierte und von dem Vibraphonisten Victor Mendoza gleich in die frisch gegründete Berklee All Star Band aufgenommen wurde.

Bereits während seines Studiums arbeitete Bruno Böhmer an diversen Projekten und Produktionen mit, unter anderem mit so profilierten Jazzern wie Roy Louis, Stevie Woods, Cesar Perez, Nene Vasquez, Cuba Nova und dem European Jazz Ensemble. Mit seiner eigenen Formation, dem Quintett Latin Sampling, veröffentlichte Bruno Böhmer im Jahr 2006 über die gemeinsam mit dem ecuadorianischen Produzenten und Toningenieur Daniel Orejuela Flores gegründete Produktionsfirma Allà das Album „Secrets“. Mit seinen beiden Bandkollegen Juan Camillo Villa (Bass) und Rodrigo Villalón (Schlagzeug), mit denen er schon seit seiner frühen Jugend zusammenspielt, gründete er schließlich das Bruno Böhmer Camacho Trio, das vor zwei Jahren mit „Herencias“ sein Debütalbum veröffentlichte, auf dem neben Eigenkompositionen des Pianisten auch einige Kompositionen seines Großvaters zu finden waren sowie eine wunderbare Interpretation des Jazz-Evergreens „Caravan“. Darüber hinaus ist Bruno Böhmer Camacho im Jahr 2010 als Pianist in die deutsch-kubanische Formation Klazz Brothers & Cuba Percussion, mit mehreren Klassik Echos und Jazz Awards ausgezeichnet, eingestiegen, die kubanischen Jazz und Klassik originell verbindet. Er ist mit diesem Ensemble regelmäßig auf Tournee, die CD „Christmas meets Cuba“ mit seiner maßgeblichen Beteiligung wurde 2010 veröffentlicht, eine Trio CD mit Klazz Brothers sowie die nächste Albumproduktion „Symphonic Salsa“ stehen bereits kurz bevor.

www.brunoboehmercamacho.de



Artikel / Morgenweb

 

26.10.2012, Morgenweb, von Peter Jaschke
Das Nachrichtenportal Rhein-Neckar

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